Theophil von Hansen

(Kopenhagen 1813-1891 Wien)

Achtarmiger Deckenlüster
Bronze, feuervergoldet, Glastulpen
Wien, um 1876
Ausführung: Firma David Hollenbach Wien
Höhe: 135 cm, Durchmesser: 75 cm

 

Der Kronleuchter ist eindeutig nach einer 1876 datierten Entwurfzeichnung von Theophil von Hansen gefertigt. Die Zeichnung befindet sich im Nachlass des Architekten, in der Akademie der Bildenden Künste (Kupferstichkabinett, Inv. 20.267).

Das Zentrum des Lusters bildet ein stehender, nackter Bacchus mit Weinkanne und begleitendem Hund, umgeben von acht männlichen und weiblichen Kentauren mit Putti auf ihren Rücken. Die acht Leuchterarme enden in weiblichen Büsten, welche die Tropfteller mit den Glastulpen tragen. Der untere Abschluss wird durch einen großen runden Sockel gebildet, der durch einen prunkvollen Pinienzapfen abgeschlossen wird.

Der Deckenlüster ist von der Firma David Hollenbach Wien ausgeführt worden. In den 1870er Jahren hat Hollenbach verschiedenste Bronzearbeiten (Luster, Tischaufsätze) nach Entwürfen von Theophil von Hansen gegossen.

Provenienz:

Der Lüster war ursprünglich im Besitz von Louise Karlik, geborene Lobmeyr (1832-1905), Tochter des Wiener Glasfabrikanten und -händlers Josef Lobmeyr, die im Jahr 1851 den Glashüttenbesitzer Wilhelm Karlik (1806-1877) heiratete.

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